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Münchenstein bis Reigoldswil

Sonntag, 5. 10. 2008

Heute ist es soweit: Wir laufen bei strahlendem Sonnenschein in Basel/Münchenstein los. Vorbei an mehreren sehr alten Marksteinen (lassen das Herz des Geometers höher schlagen) wandern wir durch Obstbaumlandschaften und Juraweiden über den Tafeljura nach Büren.

Im idyllischen Seewen machen wir einen Kaffeehalt. Wenig südlich davon liegt der "Baslerweiher". Das Wasser aus diesem Weiher gelangte noch im 20. Jahrhundert als Eisbrocken nach Basel, wo es vor allem zum Kühlen von Bier verwendet wurde.

Unser Etappenziel Reigoldswil liegt in einem Talkessel am Fusse des Passwang. Nach dem Zimmerbezug im Hotel Ryfenstein spazieren wir durchs baselbieter Dorf, das seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrunderts bekannt wurde durch die Heimarbeit der Posamenterei (Seidenbandweberei).

An unserem ersten Wandertag schweifen unsere Gedanken immer wieder zurück zu unserer wunderbaren Hochzeit mit unvergesslichen Eindrücken und Begegnungen. Gleichzeitig freuen wir uns riesig auf alles, was wir auf unserem Weg in den Süden erleben werden. 

                           

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Reigoldswil bis Roggwil

Montag, 6. 10. 2008

Die Seilbahn von Reigoldswil nach Wasserfallen läuft heute wider Erwarten - bei leichtem Nieselregen eine willkommene Überraschung. Auf dem Passwang (1000 müM) erahnen wir die prächtige Aussicht auf die Alpen vom Säntis zum Mont Blanc. Über Mümliswil gelangen wir zuerst nach Balsthal und dann durch die Klus nach Oensingen mit seiner imposanten Bechburg. Dem Lärm der Autobahn entfliehen wir nach kurzer Zeit und machen Mittagsrast vor der malerischen Kirche St.Peter und Paul von Kestenholz. In Wolfwil zwingt uns der eingestellte Fährbetrieb über die Aare zu einem 3/4-stündigen Umweg über das Kraftwerk Wynau. Otto halluziniert bereits von Punschkugeln; kurz vor dem Hungertod findet er zum Glück im Rucksack einen Hirsch-Salsiz. Entlang der Aare wandern wir über fruchtbare Äcker und Felder (Mais, Chabis, Sellerie.....) nach Wynau. Durch dicht besiedeltes Gebiet kommen wir nach Roggwil, wo uns die grossen bernischen Bauernhäuser mit typisch bogenförmigem Dachausschnitt auffallen.

Im Hotel Ochsen erwartet uns ein wunderschönes Zimmer. 

                                   

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Roggwil bis Willisau

Dienstag, 7. 10. 2008

Gut haben wir gestern im Ochsen in Roggwil ein phänomenales Znacht gehabt (Geheimtipp für Gourmets)! Die heutige Tagesetappe sieht auf der Karte nämlich harmlos aus, entpuppt sich aber als sehr coupiert mit vielen Höhenmetern.

Das ehemalige Zisterzienserkloster St.Urban wurde anfangs des 18. Jahrhunderts vom ursprünglich romanisch-gotischen im barocken Stil erneuert und kürzlich sehr schön renoviert. Es ist bei anderer Gelegenheit einen ausführlicheren Besuch wert.

Vorbei an ehemaligen Gutshöfen des Klosters gelangen wir nach Altbüron und Zell. Der zusätzliche und anstrengende Aufstieg zum Höhenweg nach Gettnau lohnt sich. Wir werden mit einer Aussicht auf die Rigi und den Pilatus entschädigt.

Auf einem Waldweg kommen wir auf die Anhöhe oberhalb Willisau mit Blick auf das mittelalterliche Städtchen. Nicht mehr ganz leichten Fusses steigen wir nach 6 Stunden Marsch nach Willisau hinab und stürzen uns ins nächste Williauer-Ringli-Café. 

                                   

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